#1 Vampir Liebe - Kapitel 12 von Phoebe McGonagall 21.12.2007 15:01

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XII.

Harriet saß am großen Gryffindortisch, wo sie nachdenklich und zu Abend aß. Was tut wir jetzt Sergius, wo ich doch nicht da bin? Hoffentlich tut er nichts unüberlegtes, dass hoff' ich doch, wenn nicht, dann….darüber will ich jetzt nicht denken, aber das ist doch eigentlich eine berechtigte Frage, dachte Harriet, während sie an ihrem Tee nippte.
Der hat zu lange gezogen, man war der Koch schlecht. Na ja was will man erwarten, bei einem Internat. Hatten meine Klassengenossen nicht immer gesagt, dass das Essen in Hogwarts besser sein soll, als in der Schulkantine? Ach woher soll ich das denn Wissen, das ist ja auch Jahre her. Die wären jetzt sehr froh, mich los zu haben, wie hatten sie mich noch mal immer genannt...hm…ah jetzt weiß ich’s wieder…»Vampirkind Van Blutfeuer«. Oh wie habe ich meine Klassengenossen gehasst.
Harriet verengte ihre Augen böse zu Schlitzen, aber dann atmete sie tief ein und schaute belustigt zum Kamin.
Andreis Diable hatte ich doch immer im Unterricht in eine riesengroße Kakerlake verwandelt; oh wie haben immer meine Klassenkameradinnen gekreischt, das war fast wie Musik in meinen Ohren.
Leider musste ich dann immer zur Strafe den Marmorboden vom Korridor, in dem das Klassenzimmer war sauber schrubben.
Sie kicherte leise auf, als sie daran denken musste, wie Andreis als Riesenkakerlake im Klassenzimmer herum krabbelte und ihre Klassengenossinnen auf ihren Bänken standen, wobei sie angewidert herum kreischten.
Doch ihr Kichern hörte schlagartig auf als ihr zorniger Klassenlehrer sie am Arm gepackt und sie gegen die kalte Marmorwand geschubst hatte, so dass sie hart dagegen geprallt war.
Er hatte mit seiner rechten Hand ausgeholt und ihr fünfmal hintereinander eine Ohrfeige verpasst. Wie ich Professor Dr. Smith verabscheut habe.
Ihn hätte ich immer in ein hässliches Vieh verwandeln sollen, dann wäre ich zwar von der Schule geflogen, aber den Spaß hätte ich gehabt. Oder ich hätte einfach meiner ehemaligen Verwandlungslehreri n sagen sollen, dass er mich jedes Mal geschlagen hatte, wenn irgendwas „unnormales“ passiert war.
Nur leider bin ich nicht mehr auf meiner alten Schule. Traurig blickte Harriet auf ihr Kartoffelpüree und ihr Hunger war vergangen. Langsam stand sie von ihrem Platz auf, um in den Gryffindorgemeinsch aftsraum zu gehen, doch etwas rief nach ihr.
Sie drehte sich reflexartig um und sah, dass Professor Dumbledore sie zu sich winkte. Doch in ihrem Innern sagte ihr etwas, dass er nicht nach ihr gerufen hatte. Leise ging sie hoch zum Lehrertisch und blieb dann vor Professor Dumbledore stehen. Seine ruhigen blauen Augen machten ihr leicht Angst, aber sie verdrängte es schnell.
„Harriet, ich möchte dich um….wie spät haben wir’s Minerva?“
Professor McGonagall holte ihre Taschenuhr aus dem blauen Umhang und schaute darauf.
„Genau zwanzig Uhr und dreiundzwanzig Sekunden.“
„So genau wollte ich es nun auch wieder nicht, aber danke Minerva. Dann warte kurz einen Moment, wir gehen in mein Büro, um herauszufinden, in welches Haus du jetzt kommst. Ich persönlich vermute, dass du eine Gryffindor bist.“
„Woher wollen Sie das wissen, Professor?“, fragte Snape kühl.
„Ich weiß es ja nicht, Severus, aber ich v e r m u t e es.“

Sanguis saß auf einem Baum und schaute auf die letzten Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne. Eine dicke Träne, die im Sonnenlicht glitzerte und dann auf seinen dunkelgrünen Samtrock landete, kullerte seine leichenblasse Wange herunter und hinterließ auf dem Rock einen nassen Fleck.
Immer mehr Tränen kullerten über seine Wangen und fielen dann langsam herab. Die Sonne war untergegangen und alles wurde in die Dunkelheit der Nacht gehüllt, wobei Sanguis kalte blaue Augen in der Nacht aufleuchteten, wie eine Flamme auf dem Kerzendocht.
Etwas schmerzte ihn in der Brust, wie wenn Feuer an einem Stück Fleisch nagte. Seine rechte Hand krallte sich fest in sein weißes Hemd und er atmete schwer. Die Adern zeichneten sich langsam auf seinem Handrücken ab, wobei er mit schmerzerfüllter Stimme aus seinem ganzen Leib in die merkwürdig stille Nacht hinaus brüllte. Er hatte das Gefühl, als ob sein Herz in abertausende Scherben zerbrach, wie bei einem Spiegel.
Ich brauche Blut….BLUT!

Harriet lag in ihrem Himmelbett im Mädchenschlafsaal von Gryffindor. Der Hut hatte sie tatsächlich nach Gryffindor gewiesen. Mit einem Mal schlug sie ihre Augenlieder auf und ihre graublauen Augen schauten in die nächtliche Dunkelheit des Schlafsaales. Sie hatte einen Alptraum gehabt, von Sanguis, der Schmerzen erlitt, aber sie wusste nicht, das es Realität gewesen war.
Das Vollmondlicht kam durch die Fenster und bildete einen weißen Nebel, der so kalt war wie das Eis aus der Antarktis. Bewundernd schaute sie das an, bis ein stechender Schmerz durch ihre Brust fuhr und sie wie am Spieß aufkreischen ließ.
Der Regen peitschte leise an die Fenster von Hogwarts und Blitznarben zeichneten sich am Himmel, die von einem scheppernden Donnergroll gefolgt wurden, was so laut war, dass man sein eigenes Wort in der Großen Halle nicht hören konnte.
Einmal war schon ein Blitz in die Decke der Halle eingeschlagen und ein winziger Professor für Zauberkunst hatte es schnell repariert, doch der ganze Regen war auf Harriet gefallen, die sich erst einmal trocken zaubern musste.
Wieso immer ich? Wie schon Professor Dr. Smith sagte, dass ich eine Missgeburt bin und eine Schande für die Zaubererwelt sei. Was wäre passiert, wenn meine Eltern nicht auf den Vampirstamm getroffen wären und mich vielleicht irgendwo anders auf die Welt gebracht hätten, oder was wäre passiert, hätte meine Mutter mich nicht mit Kindbettfieber bekommen?
Fragen über Fragen gingen Harriet durch den Kopf, aber sie fand keine Lösung. Der Tag ging seinen Lauf und einmal wurde Harriet von einer rundlichen Professorin in den Krankenflügel gebracht, da sie vor Schmerzen in Ohnmacht gefallen war.
Nun war sie wieder im Schlafsaal und sah, dass die Sonne unterging, wobei sie mit traurigem Blick aus dem Fenster schaute. Sie wusste nicht, wie sie sich anziehen sollte, doch sie konnte sich besinnen, dass Professor Dumbledore ihr gesagt hatte, dass sie ihre Schuluniform anziehen sollte und so zog sie die auch an.
Ihr weißblondes Haar hing geschmeidig bis zu ihrer Taille. Die Türe ging auf und paar Hauselfen brachten die Schrankkoffer der Schülerinnen, die hier schliefen und verschwanden dann wieder, um die anderen zu holen. Erschrocken quietschte sie auf und rannte zur Großen Halle, obwohl sie innerlich zugeben musste, dass sie sich verlaufen hatte.
Völlig außer Atem in der Großen Halle ankommend, setzte sie sich neben drei Schüler, von denen eine Schülerin buschiges, braunes Haar hatte und ein Schüler feuerrotes, zerzaustes Haar und neben diesem Schüler saß –
„Harry Potter?“, fragte Harriet leise.
Harry drehte sich erschrocken um und wollte sie gerade böse anschauen, da er gedacht hatte es wäre Draco Malfoy gewesen, aber er musste zugeben, dass Malfoy keine Mädchenstimme besaß.
„Ja, der bin ich. Wer bist du, wenn ich fragen darf?“
„Du musst neu hier sein, denn ich hab dich noch nie hier gesehen.“, sagte Ron.
„Ich bin Harriet Sorcière und -.“, Harriet blickte hoch zum Lehrertisch, wo Professor Dumbledore in der Mitte saß und sie beobachte. „Und bin neu hier.“
„Wieso kommst du erst jetzt hier an?“, fragte Hermine und begutachtete sie misstrauisch.
„Das darf ich leider nicht sagen.“
Harriet setzte sich neben Ron, der ihr weißblondes Haar bestaunte, da es im Kerzenschein fast weiß wirkte. Sie bemerkte es und fing an leise zu kichern.
„Warum kicherst du?“, fragte Ron verblüfft.
„Weil jeder auf mein Haar schaut, weil es so selten ist.“
„Man könnte sich auch die Haare färben, wie es die Muggel machen.“, sagte Hermine.
„Wirklich, wie machen die das denn?“
„Das verstehst du nicht, Ron.“
Ron machte einen Schmollmund, schaute dann aber hoch zum Lehrertisch, wo Dumbledore aufgestanden war, um seine alljährliche Rede zu halten.
Er fing wie immer an mit dem Begrüßen aller Schüler an und endete mit dem »Haut rein! «. Danach wurden dann die Tische mit Essen befüllt – durch Zauberhand.
So viel zu essen hatte Harriet noch nie gesehen, wenn nur bei den Reichen im Dorf, aber davon hat sie schließlich nie etwas abbekommen, da sie bei einem Vampirstamm lebte.
Sie schlug sich so viel auf ihren goldenen Teller, das alles überquoll. Hermine, Ron, Harry und paar andere Gryffindors schaute sie mit offnem Mund an, doch sie war nicht die einzige, denn Ron hatte auch viel auf seinem Teller, aber immer noch weniger als sie.
Nach dem Essen hielt Dumbledore seine zweite Rede und stellte einen neuen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste vor. Es war Professor Slughorn, der neben Snape saß und freundlich in die Schülermenge schaute.

Wurmschwanz war in der Küche, um für seinen Meister eine Suppe zu Kochen, doch als er je die Türe öffnen wollte ging sie auf und die Suppenschüssel fiel scheppernd zu Boden. Viviana stand schockiert in der Tür und starrte Wurmschwanz mit geweiteten Augen an.
„VIVIANA!“, schrie Voldemort zornig durch das ganze Haus.
Viviana stöhnte genervt und drehte sich so um, dass Wurmschwanz ihre schwarzen Haare ins Gesicht bekam. Voldemort stand vor einer Landkarte der Zaubererwelt, auf der Großbritannien vergrößert war und lief dort auf und ab.
An einer langen Tafel saßen seine Gefolgsleute, die ihn gebannt anschauten. Viviana kam in den großen Raum, der aus schwarzem Marmor war und sogar die Tafel war schwarz wie die Nacht. Die roten Augen ihres Vaters schauten sie böse funkelnd an. Er wies sie auf einen leeren Platz an der Tafel und fuhr dann mit dem Vortrag seines Planes fort.
„Dort in Schottland liegt Hogwarts, wo Dumbledore, Potter und Sorcière sind – was ich von einem treuen Vampir aus ihrem Stamm gehört hab. Wir werden Severus und Dolores bescheid sagen, dass wir an dem jüngsten Tag des Gerichts kommen, um dann Harriet und Potter zu holen. Dann werden wir erst einmal Dumbledore das Zeitliche segnen lassen , damit Potter einen seiner Freunde los wird. Wir bringen sie hier her und warten dann darauf, was die verehrte Vizerektorin von Hogwarts und der Orden des Phönix’ tut, um die beiden zu retten, denn sie mag vielleicht alt erscheinen, aber man sollte sie nicht unterschätzen.
Wenn der Orden hier eingetroffen ist, werdet ihr die Vampire auf sie hetzen und mit den beiden nach Little Hangleton fliehen. Wenn der Rest des Ordens uns ausfindig gemacht hat, werdet ihr weiter fliehen, um genau zu sagen, nach Diable-Montagne.“
Ein raunen ging durch die Menge der Todesser, da der Ort Diable-Montagne so grausam war, dass sogar Salazar Slytherin oder Merlin sich davor gefürchtet hatten.
Man sagte sich, dass der Ort von den heidnischen und römischen Göttern verflucht wurde, damit kein Zauberer und keine Hexe ihn je sollte, weil dort der grausamste Mord der Hexenverfolgung statt gefunden hatte und viele andere grausame Morde.
Viele behaupteten, dass noch die Leichen der Opfer auf den Straßen lägen, und es nach vergorenem Blut und den zerstückelten oder Misshandelten Leichen stank.
Bellatrix war aus dem Raum gerannt, da sie Übelkeit überkommen war. Viviana folgte ihr, doch Voldemort rief sie mit zorniger Stimme zurück.
„Vater!“, sprach Viviana zornig ihren Vater an.
„Nenn mich nicht Vater, sondern Voldemort oder Dunkler Lord.“
„Vergiss es!“
Sie spuckte auf die schwarzen Schuhe ihres Vaters und ging dann stur aus dem Raum. Sie überkam auch eine Übelkeit, die nichts mit Diable-Montagne zu tun hatte.
Es hatte mit dem Wunder der Welt zu tun, was vielleicht jede Frau mal bekommen würde – oft auch mehrere Male.
Sie ging zur Toilette, wo Bellatrix in einer Kabine über einer Toilette hang und sich übergab. Also ob Bella nicht schon blass genug wer. Was soll man machen, wenn man einen schwachen Magen hatte, dachte Viviana etwas belustigt.
Sie schaute in den Spiegel und sah, dass sie doch unter ihrem Vater litt und sie würde versuchen ihn zu verraten, auch wenn es für sie den Tod auf dem Scheiterhaufen bedeuten könnte.

Vampir Liebe - Kapitel 13

#2 RE: Vampir Liebe von Lady Evanesca 22.12.2007 14:16

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Irgendwie lustig, wie Harriet alles erklärt bekommen muss!
Seltsam: Heißt Harriets Partner nun Sergius oder Sanguis? Du änderst es tlw. von Kapitel zu Kapitel!

#3 RE: Vampir Liebe von Phoebe McGonagall 22.12.2007 14:42

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Ups!
Ist mir gar nicht aufgefallen. Eigentlich heist ihr Freund so wie das Lateinische Wort für Blut.

Lat. sanguis = dt. Blut

#4 RE: Vampir Liebe von Lady Evanesca 23.12.2007 13:44

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Gut, dass du mich hast *G*

#5 RE: Vampir Liebe von Phoebe McGonagall 26.12.2007 18:27

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Stimmt!

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