#1 Vampirfriedhof - Kapitel 3 von Phoebe McGonagall 09.02.2008 21:49

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III.

Professor Psychiatrist stand vor seinem Schreibtisch und suchte nach den Unterlagen von Harriet, die nun zaghaft an der schweren Eichentür Klopfte.
Sie lugte mit ihrem Kopf hervor um zu schauen ob sie doch rein durfte, denn sie hatte ihn nicht verstanden.
Der Professor machte eine lässige Handbewegung, dass sie rein durfte und so kam Harriet rein und setzte sich auf den Patientenlehne, die rot und weich war.
Er setzte sich neben ihr auf einen Stuhl und hatte ein Klemmbrett in der Hand.
„Guten Tag, Miss Sorcière, wie ich sehe geht’s ihnen schon viel besser, stimmt’s?“ fragte er ruhig.
„Ja, es geht mir schon optimal viel besser, aber ich höre noch immer die Stimmen. Auch wenn ich die Medikamente zu mir nehme.“
„Hm…nicht gut, aber wenn wir weiter so machen, dann wird das schon, Miss Sorcière.“
Harriet nickte leicht, wobei sie mit ihren beiden Daumen spielte, was Professor Psychiatrist mitbekam.
„Was sagen die Stimmen denn zu ihnen?“ fragte er. „Ist es für Sie in Ordnung, wenn ich etwas Musik an mache?“
„Ja!“ sagte Harriet kleinlaut.
Professor Psychiatrist ging zu einem Plattenspieler und legte eine Schallplatte von den Rolling Stones rauf.
Harriet horchte genau, ob sie das Lied irgendwoher kannte und sie kannte es noch sehr genau.
Sie hatte es immer bei Fynnja gehört und es war ihr Lieblingslied, doch war die Schallplatte vor zwei Tagen zerbrochen und das Lied war nicht mehr zu retten.
„Das ist doch »Paint it Black« oder?“ fragte Harriet.
„Richtig, woher haben Sie das denn erraten?“
„Es ist mein Lieblingslied.“
Der Professor lächelte und setzte sich wieder zu Harriet, die sich wieder zurück lehnte.
„Also was sagen die Stimmen immer zu ihnen?“
„Das ich eine Missgeburt bin und das ich doch schuld wäre das meine Mutter bei der Geburt gestorben sei, obwohl ich meine Mutter oder geschweige denn meinen Vater kennen gelernt hatte, da beide Tod sind. Aber die Stimmen sagen auch immer, was ganz anderes, aber es ist trotzdem schrecklich.“
„Ist es immer diese eine Stimme, die Sie damals gehört haben?“
„Ja, aber ich habe Mortura Mors vernichtet.“
„Manche Vampire können auch zurückkehren.“
„Wie das denn?“
„Das weiß heut noch keiner, außer die Vampire selbst, aber die werden uns in dieser schrecklichen Zeit nichts verraten, selbst ihnen nicht.“
„Leider!“ sagte Harriet leise.
„François, ich soll dir ausrichten, dass Professor Dumbledore mit dir reden möchte.“
„Vielen Dank, Aurora!“ sagte er freundlich. „So wie’s aussieht müssen wir für heute Schluss machen, aber wir sehen uns dann heute im Unterricht, der nicht sonderlich spannend wird.“
„Danke für diese Information, Professor Sir.“
Langsam ging Harriet zu Zaubertränke bei Professor Slughorn, der mit Harry Potter sprach, aber dann stockte, als er sie sah.
Fynnja war nirgends zu sehen, obwohl Harriet mit ihr gerechnet hatte, doch wusste sie dann das sie Schwänzen würde, weil die Schulstunden in den letzten Wochen vor den Sommerferien immer langweilig waren, aber man musste sich doch zu geben, das der Unterricht im letzten Schuljahr nicht ganz so langweilig waren wie sonst immer.
Langsam ließ sie sich auf einen Stuhl nieder und schaute den anderen zu, wie sie freudig über ihre Pläne nach Hogwarts erzählten und wie sie doch an der jenen Schule angenommen wurden, damit sie ihre Ausbildung machen konnte, was sie machen wollten.
Ich werde Hogwarts vermissen, dachte Harriet, als sie durch ihre weißblonden Haare zu Harry, Ron und Hermine schaute.
Oh ja das werde ich und wir werden uns nie wieder sehen können, genauso wenig wie wir Überleben werden.
Harriet holte aus ihrer Schultasche die Schulsachen, doch Professor Slughorn klatschte in die Hände, als es zum Unterricht läutete und schaute alle ringsum mit einem breiten Grinsen an.
„Wer hat Lust auf die Ländereinen zu gehen und sich zu entspannen?“ fragte er die Klasse.
Alle Meldeten sich und riefen, doch Harriet blieb still, denn sie war in Gedanken versunken, sodass sie das raus Marschieren der anderen nicht bemerkte, bis Harry Potter sie ansprach und sie erst einmal den Kopf schüttelte um klaren Gedanken zu bekommen.
Sie blickte in die grasgrünen Augen von ihm und wie aus heiterem Himmel erschienen Sanguis’ blauen Augen vor ihrem bildlichen Augen.
Er legte eine Hand auf ihre Schulter und lächelte.
Sie folgte ihm, doch hatte sie nicht sonderlich Lust sich zu entspannen, denn in wenigen Stunden hatte sie ihre Abschlussprüfung in Freihandzauberei, wo sie leider nur die einzige war, aber das brauchte sie um gegen Voldemort zu kämpfen falls Harry im Kampf gegen ihn keine Chance mehr hatte.
Professor Psychiatrist saß in einer Mädchengruppe, da alle Schülerinnen ihn süß fanden.
Er war auch der jüngste Lehrer in Hogwarts – mit neunundzwanzig Jahren. – Harriet setzte sich neben Fynnja, die sie besorgt anschaute.
„Wie spät?“ fragte Harriet nach einer weile.
„Warum fragst du denn? Hast du etwa noch Prüfungen?“ stellte Fynnja ihr eine Gegenfrage.
„Ja, hab ich. In Freizaubern.“
„Dann sollten Sie jetzt los, Miss Sorcière.“ sagte Professor Psychiatrist nett. „Ich wünsche ihnen viel Glück!“
„Danke, Sir!“
Harriet nahm ihre Sachen und rannte zum Schloss hoch, wo der Mann schon in der Großen Halle war, der sie abprüfte.
Professor McGonagall kam gerade die Treppe runter, als eine Krötenartige Frau ihr folgte; irgendwoher kannte Harriet die fremde Frau, aber konnte sie nirgends zuordnen.
Ihre Mentorin blieb vor ihre stehen und schaute sie aus einer Mischung aus Strenge und Besorgnis an.
„Miss Sorcière, darf ich ihnen, bevor sie ihre Prüfung ablegen, Dolores Umbridge vorstellen, die dabei sein wird.“ sagte McGonagall leise.

Das kratzen der Feder hallte in der Großen Halle, als sie die schriftliche Prüfung ablegte, wo der Mann ihr über die Schulter schaute, was sie nur noch nervöser machte, aber in der letzten Zeit hatte sie viel Übung bekommen um es zu ignorieren.
Sie schaute kurz vom Blatt auf und schaute zu den beiden Frauen, die sich leise stritten und als sie sich wieder auf ihr Blatt konzentrieren wollte legte McGonagall ihren Zauberstab an die Kehle von Umbridge.
„Die Zeit ist um!“ sagte der Mann hinter ihr.
McGonagall und Umbridge schauten zu ihr, da sie nun die praktische Prüfung ablegen musste.
Der Tisch und der Stuhl verschwanden und Harriet hatte nun die ganze Halle für sich um ihre Fähigkeiten zu zeigen.
Harriet stellte ihren rechten Fuß nach hinten und formte mit ihren Händen aus der Luft eine Kugel, die sie dann gegen die kleine Treppe, die zum Lehrertisch führte abfeuerte.
Die Treppe zerbärste leicht, doch war es kein erheblicher schaden.
„Nun gut. Können Sie auch etwas Schweres heraufbeschwören, sodass ein höherer schaden zurück bleibt?“ fragte Umbridge honigsüß.
„Klar!“ sagte Harriet misstrauisch, wobei sie zu McGonagall schaute, die mit dem Kopf schüttelte. „Muss ich’s machen?“
„Natürlich, dafür bekommen Sie Extrapunkte.“
Umbridge schaute zu Harriets Prüfer, der nur mit dem Kopf nickte, wobei McGonagall immer noch mit dem Kopf schüttelte.
Harriet stellte sich auf einen Bein – so wie eine Ballerina – und drückte ihre Hände gegen einander, sodass es so ausschaute, als ob sie beten würde.
Ein Feuerkreis erschien um Harriet und wurde jede Sekunde enger, wo man nach einiger Zeit dachte Harriet würde sich noch daran verbrennen.
Plötzlich öffnete Harriet ihre Augen und breitete ihre Arme aus, wobei die Feuerflammen höher wurden.
Harriet legte ihre rechte Hand gegen ihre Lippen und pustete, als ob auf ihrer Hand Pulver gewesen wäre und das Feuer flog in einem dicken Feuerstahl auf Umbridge, die dann etwas verbrannte Haare hatte, doch der erhebliche Schaden war der Lehrertisch und die Wand dahinter.
Es gab kein Lehrertisch mit den Stühlen mehr und in der Wand war ein so tiefer Krater, dass die Abflussrohre in der Wand ein Loch hatten und das Wasser in die Große Halle floss.
Als Stellvertretende Schulrektorin von Hogwarts wurde McGonagall dazu beauftragt es wieder zu reparieren.
Mit einer gerümpften Nase reparierte McGonagall es und ließ die Wasserlache verschwinden, wobei sie einen Duftzauber aussprach, da die Große Halle nach dem Abfluss gestunken hatte.
Umbridge grinste breit und wollte noch einen Zauber sehen, der einen erheblichen Schaden verursachte, aber da beschwerte sich McGonagall.
Der Prüfer ging zu Harriet runter, da sich Umbridge und McGonagall so dermaßen stritten, das sie sich Flüche auf den Hals jagten.
Harriet schaute zu ihrem Prüfer, der sich gerade geduckt hatte, als ein Fluch in seine Richtung geflogen kam.
Da kam ihr eine Idee, wie sie Umbridges Wunsch erfüllen konnte.
Sie wackelte leicht mit ihren Fingern, wo dann haarfeine Fäden raus kamen und sich zu einem Netz zusammen fügten – zu einem Netz, wo das Gebilde einer Schlange war. – Sie verordnete der Schlange, dass sie Umbridge fesseln sollte.
Das tat sie dann auch.
Umbridge bekam einen Erstickungsanfall und fiel ohnmächtig zu Boden, wobei McGonagall dankend zu Harriet schaute.
Mit einer vornehmlichen Verbeugung bedankte sich Harriet für diesen Gefallen und steppte dann im Takt von Irish Dance nach draußen, wo die ganzen Schüler gebannt zugeschaut hatten.
Aus der Ferne hörte man noch Harriets gesteppte.
Argus Filch, der Hausmeister von Hogwarts blickte geschlagen zu Umbridge.
Jeder, der damals auf der Schule gewesen war, als Umbridge noch in Hogwarts unterrichtet hatte wusste, dass Mr. Filch ihr Komplize gewesen war, der sogar mit Freude die Peitsche für Fred und George Weasley geholt hatte, aber dann hatten die beiden ihre Schullaufbahn abgebrochen und hatten ihren eigenen Scherzartikelladen aufgemacht.

Vampirfriedhof - Kapitel 4

#2 RE: Vampirfriedhof von Lady Evanesca 11.02.2008 14:20

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Ich liebe diese Beschreibung, wie Harriet ohne Stab zaubert!

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