#1 Vampirfriedhof Kapitel 16 von Phoebe McGonagall 14.03.2008 17:33

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XVI.

Die Beerdigung für Cornelius Wagner war gekommen und Harriet erfasste erst jetzt die Traurigkeit und Professor Dumbledore hatte ihr oft gesagt, das es ein Tiefer schock gewesen war, den sie erlitten hatte, aber nicht gespürt hatte oder verarbeiten konnte.
Der Wind wehte sachte, als sie an einem Berg standen, der steil zum Meer ging.
Das Gras rauschte beruhigend und melancholisch als der Wind hindurch wehte.
Der ganze Orden stand an seinem Grab und seine Familie, wo nun Harriet in einer gewissen weise dazugehörte. Der wunderschöne Sarg, der aus blauem Glas bestand wurde runter gelassen und Harriet sah sein wunderschönes Gesicht, das Elfenhaft glich und seine Augen waren geschlossen, wo sie sonst immer seine faszinierenden blaugrünen Augen sah, die sie immer in den Bann zogen.
Sein weißblondes Haar, die kurz und zerzaust waren standen ihm noch vom Kampf mit Draco Malfoy zu berge.
„Asche zu Asche, Staub zu Staub!“ sagte Cornelius’ Vater, der ein Pfarrer war und mit den Tränen rang.
Denn das schlimmste, was für einen Vater sein musste, war der ihn selbst zu beerdigen, so dachte Harriet, als sie zwischen ihren beiden Mentorinnen stand und sich eher an Professor Wagner klammerte und weinte. Professor McGonagall umklammerte die Hand ihres Gatten, der traurig zum Grab schaute.
„Ahmen!“ sagten alle im Chor.
Alle warfen Blumensträuße in das Grab und schütteten etwas Erde hinein.
Jeder nach einander und Cornelius’ Mutter schmiss einen Blumenstrauß rein, wo all seine Lieblingsblumen dabei waren - Lilien, Narzissen, Tulpen und Gänseblümchen.
Mit zittriger Hand nahm sie die kleine Schippe und schüttete etwas Erde rein.
Als letzte nach Professor Wagner, die Aurore an der Hand hatte und ihr Tränen über die Wangen rannen kam Harriet, die einen großen wunderschönen Rosenstrauß rein schmiss und dann die kleine Schippe nahm, wo etwas Erde drin war.
Wie in Zeitlupe fiel die Erde auf den weißen Rosenstrauß.
Nachdem die Erde auf den Rosenstrauß aufkam brach Harriet vollkommen in Tränen aus, sodass die Professoren Wagner und McGonagall sie nahmen.
„Cornelius!“ schluchzte sie heiser. „Warum? Warum musstest du von mir gehen? Warum hast du dich auch mit Draco Malfoy eingelassen? Du wusstest er würde dich besiegen. Warum nur, WARUM?“
Alle waren still, als sie ihre Fragen schluchzte, die nie mehr beantwortet werden würden.
Cornelius’ Vater nahm die Schaufel und schüttete nun das Grab vollkommen zu und verkniff sich einen viel größeren Tränen Ausbruch, als er schon hatte.
Er stellte den Grabstein auf das Grab und pflanzte Rosen ein, die er auch rasch zum wachsen brachte.
Es waren weiße Rosen; weiß wie Frieden und Reinheit.
Auf seinem Grabstein stand geschrieben:

Cornelius Wagner geboren 24. Dezember 1997, gestorben am 30. September 1998

Die Liebe ist stärker als der Tod,
Ruhe in Frieden!


Alexander Sorcière lag erschöpft vor Dolores Umbridge, die ihn böse anschaute, wobei er schwer atmend ausgebreitet vor ihr lag.
Sie lächelte noch immer, als er den Cruciatus Fluch bekam und wie so oft verkniff er sich die Schmerzen, was er nie schaffte.
Umbridge gab den Auroren das Zeichen ihn weg zu bringen, wo er in die Dunkelkammer kam.
Beim gehen stürzte er, weil er keine Kraft in den Beinen mehr hatte und so wurde er hauptsächlich zur Kammer geschliffen.
Der erste Auror öffnete die Tür und die 39 Insassen der kleinen Kammer erschraken vor dem Licht und hielten ihre Hände vor den Augen.
Alexander wurde regelrecht brutal rein geschubst, sodass er auf einen kleinen Mann fiel, der ihm irgendwie bekannt vorkam.
„Professor Flitwick?“ fragte er ungläubig.
„Mr. Sorcière, schön Sie wieder zusehen oder besser gesagt wieder zu hören.“ sagte Professor Flitwick in seiner üblichen quiekenden Stimme.
„Was machen Sie hier? Sie sind doch kein Schutzengel.“
„Das stimmt schon, aber ich bin ein Halbblut. Halbzauberer Halbzwerg.“
„Deswegen wird man doch längst nicht eingesperrt.“
„Ich wurde trotzdem allem eingewiesen, doch ich sage es dir beim Essen meine Geschichte.“
Die Tür ging den ganzen Tag nur zwei Mal auf und dann wurden Männer und Frauen raus gezerrt und neue rein geschubst.
Alexander fühlte sich wie in einer Massentierhaltung, wo man sehr wenig Platz hatte und hinzu kam das man keine Privatsphäre hatte.
Ein Auror öffnete die Tür zum dritten Mal und zerrte ihn raus um ihn zu den anderen zu bringen, die alle auf Holzpritschen lagen, die Maximal drei oder zwei Stockwerke hatten und darauf lagen gut mehr als vierzig Menschen – ohne Strohmatte.
Alexander schaute sich um – es war Abend geworden – wo viele Erwachsene Schutzengel auf den Holzpritschen lagen, da diese Krank waren und zu seiner rechten Seite fand er die Toilette, wo nur ein Plumpsklo war und darauf mussten gut neunzig Menschen rauf.
Der Auror ging und alle begrüßten Alexander. Eine Frau, die recht abgemagert ausschaute – wie alle Insassen in dem Schutzengel Ghetto – ging zur Toilette, aber fragte vorher jemanden die Tür fest zu halten, da die Tür nicht richtig zuging.
Der ältere Herr lehnte sich gegen die Tür, damit die Frau ihr Geschäft verrichten konnte.
Ein Pfeifen war zu hören und man musste sich zum Apel vor dem Eingang des Raumes aufstellen, bevor man zum essen ging, wo jeder nur gekochtes Wasser bekam, wo vielleicht bisschen Kartoffeln und Karotten drin waren, mehr auch nicht.
Alexander kannte es zu gut und so bekam er die Suppe und ein, ein Tage alte Brotscheibe, was schon fast vertrocknet war.
Langsam setzte er sich neben Professor Flitwick, der die Suppe gierig aß.
„Also weshalb sind Sie hier eingewiesen?“
„Weil ich einem Schutzengel geholfen hatte sich zu verstecken.“
„Deshalb wird man sofort ein geliefert?“
„Sieht doch so aus.“

Harriet saß auf ihrem Bett und schaute zum alten verstaubten Teppich, wobei sie mit ihrer Hand immer geistesabwesend über ihren Bauch strich, der nun erst recht rundlich war.
Sie hatte schon Schwierigkeiten die Treppen im Hauptquartier hoch zu laufen ohne dann Außeratem oben an zukommen.
An ihrer Tür klopfte es zaghaft und Dumbledore stand in der Tür.
„Worüber möchten Sie mit mir reden, Professor?“ fragte Harriet leise.
„Wenn es um die Frage geht, wen ich am meisten geliebt hatte, die gestorben sind werde ich ihnen darauf keine Antwort geben.
Wenn ich so überlege liebe ich doch Sanguis mehr, auch wenn ich Cornelius und Fynnja sehr geliebt hatte.“
„Woher wusstest du das ich dich so was Fragen werde?“ fragte Dumbledore ruhig.
„Weil mich schon meine Mentorinnen es gefragt hatten.“
Dumbledore setzte sich neben Harriet hin, die nun ihm in die Augen schaute.
Sie fiel ihm um Hals und fing an zu weinen, wobei Dumbledore beruhigend über ihren Rücken strich.
„Wenn du Sanguis so sehr liebst, dann-.“
„Ich weiß nicht wie ich ihn zurückholen kann, aber ich weiß auch nicht wo der Eingang ist.“ schluchzte Harriet.
„Ich weiß, wer es weiß.“
„Wer?“
Dumbledore reichte ihr sein Taschentuch, was sie dankend annahm und rein schnaubte.
Er lächelte, als er zur Tür schaute, wo eine Frau stand, die weißblondes Haar und kastanienbraune Augen hatte und nun nicht mehr ganz so abgemagert wirkte.
Sie hatte ein blaues Kleid an, was ihr elegant am Körper lag, wo man gut das Korsett sah.
Langsam kam sie in das Zimmer rein, doch blieb sie vor dem Himmelbett stehen.
„Darf ich dir deine ältere Schwester Elisabeth Sorcière vorstellen.“ sagte Dumbledore freundlich.
„Ich – ich – ich habe Geschwister?“ stotterte Harriet erstaunt.
„Ja, dass hast du und nicht nur eine Schwester sondern auch einen Bruder, der gleich alt ist wie ich.“ sagte Elisabeth freundlich, woraufhin hinter ihr ein Mädchen hervor kam, die ihre flachsblonden Haare zusammen geflochten hatte und ihre gelben Augen strahlten, als sie Harriet sah. „Das ist deine Nichte Charlotte.“
„Tante!“ sagte Charlotte erfreut.
„Ich…“
„Professor Dumbledore, nehmen Sie Charlotte bitte mit in die Küche, da ich mit meiner Schwester alleine reden möchte.“ sagte Elisabeth.
„Natürlich. Charlotte kommst du.“
„A-.“ begann Charlotte, aber da sah sie den Blick ihrer Mutter. „OK!“
Elisabeth setzte sich langsam zu ihrer Schwester, die auf den Bauch von Harriet schaute und sie für einen Moment die Augen schloss, da sie ihre erste Wehe gespürt hatte.
„Du siehst unserer Mutter wahrhaftig ähnlich. Alles, nur das du etwas dürr bis, was ich nun einmal auch bin.“ sagte Elisabeth. „Ich bin genauso wie du in einem Vampirstamm aufgewachsen, aber mit meinem Zwillingsbruder.“
„Warum seid ihr nicht im Stamm »Blutfeuer« aufgewachsen?“ fragte Harriet leise.
„Weil wir nach dem Stamm gesucht hatten, aber dann auf dem Stamm getroffen, wo du hinmusst.“
„Also zum Vampirstamm »Impavidum Spiritus«, oder?“
„Genau. Ich vermute, du wirst die Genehmigung bekommen um zum Vampirfriedhof zu gehen.“
„Wirklich? Warum das denn, weil ich bei einem Vampirstamm aufgewachsen bin?“ fragte Harriet.
„Das nicht unbedingt; sondern, weil ich die Gattin des Häuptlings bin.“

Vampirfriedhof Kapitel 17

#2 RE: Vampirfriedhof von Lady Evanesca 14.03.2008 21:18

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Ich finde die Namen in deinen FFs einfach nur toll, ehrlich!
Diese zwei Kapitel gefallen mir ausgesprchen gut, zwar passiert spannungsmäßig wenig, aber dafür viele wichtige Hintergrundhandlungen, die ihre eigene Spannung entfalten.

#3 RE: Vampirfriedhof von Lestat 17.03.2008 20:12

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Warum muss Harriet noch mal in diesen anderen Stamm?

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