Ariana schrie mitten in der Nacht, obwohl sie schnell gelernt hatte, die Nächte durch zu schlafen. Harriet stieg mühselig aus dem Himmelbett auf und hörte nebenan lautes Stimmengewirr, die sie gut kannte. Nicht das sie Neugierig wäre, aber sie wollte den Streit nur nicht noch schlimmer machen, als er schon war. Vorsichtig holte sie Ariana aus ihrer schönen Wiege heraus und gab ihr die Brust. So wie Ariana an ihrer Brust nuckelte dachte Harriet wie sehr sie ihre Tochter vermissen würde, wenn sie nicht mehr unter den Lebenden weilte. Ihre Tochter würde nie erfahren wer ihre Mutter war, weil sie nun Tod war. Du hast ein schweres Schicksal bekommen, Liebe Ariana, genauso wie ich, deine Mutter, dachte Harriet, wie ich es wohl schaffe Sanguis wiederzubeleben? Ich weiß es nicht und wenn ich’s wüsste müsste ich noch überlegen ob es das Richtige ist jemanden wiederzubeleben. Wenn – „Thomas, ich weiß ganz genau, dass Mailien Veronique sterben wird, aber wir können doch nicht zulassen, das Valéries Gottverlassenen Vater das Sorgerecht bekommt. Willst du es etwa?“ hörte Harriet McGonagalls Stimme durch die Wand. „Natürlich nicht, aber warum sollen wir zwei Kinder aufziehen? Nur weil die Mütter sterben und die Väter sich nicht um ihre eigenen Kinder kümmern können?“ „Mailien Veronique wird sterben, weil sie Krebs hat und Valéries Vater würde alles mit ihr antun, du weißt ja noch genau was er mit ihr angetan hatte und deswegen nach Askaban gekommen ist. Bei Harriet ist es so, das sie sterben muss um unsere Welt vor den aller Bösesten Mächten zu retten, aber nur mit ihrem Tod und man muss sich um ihre Tochter Ariana kümmern.“ „Kann das nicht ihre Ex-Verwandlungsprofessorin Henrietta Wagner übernehmen?“ schrie Mr. McGonagall aufgebracht. „Nein kann sie nicht, weil sie den Tod ihres Cousins dritten Grades verarbeiten muss und gleichzeitig sich um ihre Tochter Aurore kümmern muss.“
Sonnenstrahlen fielen auf Harriets blasses Gesicht, wobei Ariana neben ihr lag und schlief. Die Schlafgemachtüre ging auf und Professor Dumbledore betrat das Gemach, da er nach Harriet schauen wollte. Elisabeth kam zu ihm, flüsterte etwas ins Ohr und ging dann wieder, aber nicht ohne auf Harriet zuschauen, wo ihr das Bild ihrer Mutter erschien, wie sie damals am Wochenende genauso im Ehebett gelegen hatte. Ein zucken durchfuhr Harriets Körper und sie wurde wach. „Guten Morgen, Sir und an dich Schwester.“ sagte Harriet leise, wobei sie sich aufrichten wollte, aber dann einen Schwindelanfall bekommen hatte. „Harriet!“ sprach Dumbledore entsetzt und beauftragte Elisabeth Ariana zunehmen und Madam Pomfrey zu holen. Es dauerte einige Zeit, bis Madam Pomfrey kam und sich an die Bettkante setzte. Aus ihrem Arztkoffer holte sie einen Thermometer heraus, den Harriet in den Mund nehmen musste, damit Madam Pomfrey ihre Temperatur messen konnte. Erschrocken blickte sie zu Dumbledore und dann wieder zu Harriet, die die Krankenschwester anlächelte. „Ich habe sehr hohes Fieber, stimmt doch oder?“ sagte Harriet leise. Madam Pomfrey nickte und wollte Harriet gerade einen Fieber senkenden Trank geben, den sie dann ablehnte und Madam Pomfrey mit erschöpftem Gesicht anschaute. „Ich will nicht mehr leben, wenn ich eh sterben muss, dann sterbe ich jetzt.“ „Was, nein, Harriet denke daran, das-.“ „Professor, ich werde eh sterben.“ „So darfst du erst recht nicht denken. Nutze die Zeit, die dir noch bleibt, denn dann weißt du, du hattest ein gutes Leben gehabt.“ „Ich hatte kein gutes Leben, vielleicht ist ihnen nicht entgangen, dass all die Menschen von mir gegangen sind, die ich geliebt habe.“ sagte Harriet aufgebracht. „Schulleiter, Sie sollten Miss Sorcière nicht aufregen, denn das erhöht ihr Fieber.“ Harriet lehnte sich zurück und schaute in die Augen von Professor Dumbledore, die so beruhigend auf sie wirkten, sodass sie anfangen musste zu weinen. Madam Pomfrey strich beruhigend auf sie ein, doch Harriet legte ihre Hand weg und schaute auf. „Warum müsst ihr mich alle bemitleiden? Nur weil ich gerade mal achtzehn bin und noch nicht selbstständig auf den Beinen stehe? Ich will nicht bemitleidet werden.“ schluchzte Harriet. „Als ich Hilfe gebraucht hatte, hatte ich keine bekommen.“ „Wann hattest du denn Hilfe gebraucht?“ fragte nun Madam Pomfrey. „Als ich Ariana mitten im Schnee auf einem Vampirfriedhof alleine auf die Welt brachte.“ „Ach du meine Güte!“ „Kam da jemand und hat mir geholfen? Nein, ich konnte von gut Glück reden, das ich nicht in der Nacht mit Ariana erfroren bin.“ Stille breitete sich im Raum aus, wobei Professor Dumbledore leicht geschockt sie anstarrte. Er schüttelte den Kopf und ging dann leise auf Madam Pomfrey zu, die ihn fragend anschaute. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr und ging dann aus dem Gemach, da eine Sitzung war. Madam Pomfrey reichte ihr den Löffel und Harriet schaute weg. Nach langer Versuchung von Madam Pomfrey ihr den Fieber senkenden Trank zu verabreichen lag Harriet schlafend im Bett, wobei ihr Gesicht sorgenfrei aussah, doch Harriet hatte viele Sorgen. Ihr blasses Gesicht wirkte so rein wie der Rest ihres Körpers und ihre Lippen rot wie Blut, nur klein bisschen blasser. Sie umarmte ihr Kissen, als im Tiefschlaf war. Die Krankenschwester deckte Harriet noch einmal zu, bevor sie aus dem Gemach hinausging.
Satanas war an einer Wand gelehnt und schaute ab und an kurz um die Ecke, wo die dämonischen Todesser ihr Lager hatten. Keiner von den Todessern wusste, das ausgerechnet die Vampire von »Impavidum Spiritus« beim Krieg mit kämpften. Satanas gab Aarón das Zeichen zur anderen Seite zu huschen um dort seine Stellung einzunehmen. Aarón hatte kurzes violettes Haar und gelbe Augen. Satanas gab ihm ein langes Schwert und Aarón huschte rasch zur anderen Seite, wo er sofort seine Stellung einnahm. Man hörte die Dämonen laut reden, die ziemlich angetrunken waren. Caitríona war eine blutjunge Frau und war die Sklavin der Dämonen, doch keiner wusste, das sie eins einem Vampirstamm angehört hatte, die alle die hier waren vernichten würde. Sie blickte zu den kalten Holzmauern, wo sie – so wie sie glaubte – Aarón gesehen hatte. Ein lautes Horngebläse war zuhören und der ganze Impavidum Spiritus-Clan griffen die dämonischen Todesser an. Sie duckte sich, als eine brennende Energiekugel an ihr vorbei flog. Die Vampire flogen auf die Dämonen zu und bissen sie in den Hals oder sonst wo sie treffen konnten, aber wenn sie nichts treffen konnten so erdolchten sie ihre Opfer oder wandten ihre Vampirmagie an. Caitríona schrie auf, als ein Speer neben ihr landete, wo sie den Kopf von ihrem Meister sah. Jemand hielt ihr die Hand entgegen und es war Aarón, der sie hoch zog, als sie seine Hand nahm. „Verschwinde, Caitríona, denn du musst Elisabeth bescheid sagen, das man Harriet gehen lassen soll um Sanguis Lamia wiederzubeleben. Sage ihr das es von Satanas Cruror kommt.“ Er gab ihr einen Kuss auf die Lippen und drückte dann Caitríona mit den Schultern runter, da ein Dämon sie mit einer Axt in den Rücken schlagen wollte. Caitríona rannte durch das offene Tor um Elisabeth bescheid zusagen, doch ehe sie sich in eine Fledermaus verwandeln konnte traf etwas sie im Rücken und sie fiel Tod zu Boden. Ihr seidiges schwarzes Haar lag offen über ihr, wie ein seidiges Tuch auf ihrem Kopf. Aarón sah es, woraufhin er sich in eine Fledermaus verwandelte und nach Tagen ohne schlaf am Grimmauld Place ankam. Langsam landete er vor dem Eingang und klopfte an der Tür, die dann auf ging. Professor Snape blieb vor Aarón stehen, der ihn nur mit erweiteten gelben Augen anstarrte. „Was gibt’s denn?“ fragte Snape kühl. „Ist Elisabeth Sorcière da?“ fragte Aarón knapp. „Ja!“ Snape ließ ihn rein und als Snape die Tür zu gemacht hatte herrschte eine so unangenehme stille, das Snape eine Gänsehaut bekam, was wahrscheinlich mit Aarón zu tun hatte, da ihm seine kalten gelben Augen Angst einjagten, doch unterdrückte Snape dieses Gefühl. Auf einmal schaute sich Snape an und dachte nicht recht, als er bemerkte, dass Aarón ihn anschaute, obwohl er, Professor Severus Snape, tot war. Wie konnte das sein, dass er wieder lebte? Wie? Langsam wollte er gehen, als er merkte, dass Aarón sich nicht bewegt hatte, sondern genauso starr dagestanden hatte wie vor einer Minute, so glaubte Snape. Moment Mal, ich bin durch einen Tor gegangen und….vielleicht deswegen bin ich nicht mehr Tod, dachte Snape freudig, doch das alles sollte sich rasch ändern. Snape blieb stehen und betrachtete Aarón, der nun langsam und elegant auf ihn zu schritt. Das Herz von Snape schlug nun schneller so näher er kam, doch es waren keine erotischen Emotionen, sondern Emotionen der Angst. Er strich sachte über seinen Hals, als er vor Snape stehen blieb und ihn in seine schwarzen Augen schaute, die ihn Angst erfüllt anstarrten. Ein Lächeln breitete sich auf seinen Mundwinkeln aus und langsam schnupperte er an Snapes Hals, der nur starr vor Angst in der Eingangshalle stand und innig hoffte, dass er ihn nicht biss. Aarón öffnete leicht seinen Mund, wo seine langen Spitzen Zähne hervorlugten. Von einer Sekunde zur anderen spürte Snape einen stechenden Schmerz am Hals und spürte wie sein Blut ausgesaugt wurde. Es fühlte sich so an als ob jemand das Blut irgendwo mit einem Staubsauger heraussaugte.
Wer hat Snape wiederbelebt? Habe ich was verpasst?
************************ Und das Mondlicht schien durch das Laub der Bäume auf den Tempel von einst. Und wenn ich nicht gestorben bin, so lebe ich noch heute. Bitte lesen und kommentieren: Gefallene Engel R.I.P. Leslie Nielsen & Sir Christopher Lee
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